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Das ganze Land und in Sonderheit die von uns avisierte Region ist übersät von riesigen Stiften, zumeist mittelalterlichen Ursprungs, aber heutzutage mit barockem Gewand. Ihr Zustand ist äußerst gepflegt, ihre Größe beeindruckend, die Ausstattung zumeist einem Schloss gemäßer denn einem Kloster. Die „imperiale“ Sphäre des Habsburgerreiches ist überall spürbar- seien es die Marmorsäle oder Treppenhäuser, die fulminante Freskierung oder die materialstrotzenden Kirchenräume. Ist es die Lage thronartig über der Donau (Melk), ist es die innewohnende Geschichte mit der Pflege von Kunst und Wissenschaft (Sankt Florian), sind es die romanischen Wandbilder und ein hauseigenes Theater (Lambach), ist es der bewahrte Schatz an Bibliotheken und Preziosen wie dem Tassilo-Kelch (Kremsmünster) – jede Anlage hat ihre charakteristische Prägung, gemeinsam ist jedoch die Selbstgewissheit der Bindung an das Kaiserhaus, für das jederzeit ein Appartement zur Verfügung stand. In Melk übrigens – wie auch in Krumau und andernorts – erfreuen uns zudem schön gestaltete Gartenanlagen.
Neben dem dominanten Barock soll das Mittelalter nicht fehlen. Ihm begegnen wir in der romanisch- gotisch geprägten Zisterzienserabtei von Zwettl im Waldviertel. Ein Brunnenhaus wie in Maulbronn ziert den Kreuzgang und es haben sich gar die Latrinenanlagen erhalten. In Kefermarkt und im versteckten Mauer werden Sie sich an die feinen Schnitzaltäre im Fränkischen oder Niederrheinischen erinnern, sie sind zeitlich und in ihrer Großartigkeit durchaus verwandt.
Orgeln bringen uns zum Staunen. Die größte und optisch imposanteste prunkt in Passau, dessen Dom den nicht seltenen Versuch darstellt, altes Gemäuer der Gotik durch einen neuen Mantel kostensparend und traditionsbewahrend dem Geschmack des Barock anzupassen. Orgeltöne erklingen in Passau und in Sankt Florian; dort schätzte Anton Bruckner das Instrument so sehr, dass er unter ihm begraben sein wollte.
Die Stadtbilder erfreuen uns: in Passau am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz, auch jenes von Linz, der „Brucknerstadt“. Es geht dabei mehr um das Gesamtensemble denn um einzelne Gebäude. Das außerordentlichste Panorama unserer Reise jedoch bietet sich im Verzuge eines Ausfluges nach Tschechien in Krumau ! Die Moldau windet sich in engen Schleifen, auf den erhöhten Ufern entfaltet sich eine der größten Burganlagen des Landes (mit einem historischen Theater plus alten Kulissen) sowie der hinreißende Ausblicke gewährende Ortskern. Das Auf und Ab verlangt uns allerdings etwas Kondition ab. Retour werden wir im Bus mit den Klängen von Smetana entlang der Moldau den Tag Revue passieren lassen.
Was gibt es noch? Auf dem Hinweg das Stift Wilhering an der Donau und zuvor die Klosterbibliothek in Metten. Mittendrin ein Ausrufezeichen: die gewaltige Bibliothek in Admont. Retour die Asamkirche in Osterhofen.
Die Themen werden angeschlagen
Start um 7:00 in Erlangen am Großparkplatz West; um 7:30 Zustiegsmöglichkeit in Nürnberg an der U- Bahn- Station Rothenburger Str., Ecke Frankenschnellweg. Wir nehmen die Route Regensburg, Passau, dann die Strecke bis Linz und etwas darüber hinaus. Mit Pausen im Rhythmus von ca. 2 Stunden gelangen wir stetig südwärts.
Schon bald hinter Regensburg erleben wir den im Verhältnis zu Admont winzigen und eher skurrilen als würdigen Bibliotheksraum in Metten; einen intensiven Eindruck hinterlässt er allemal und läutet die nicht geringe Zahl der noch kommenden Wissenstempel ein.
Knapp vor Linz nehmen wir eine Einstiegsration in Sachen „Stift“, Wilhering bietet eine freundliche Gelegenheit dazu.
Sodann etablieren wir uns nach einer weiteren guten Etappe gegen 18:15 im „Hotel Lettnerhof“ in Au an der Donau. Heute und drei weitere Male werden wir hier regional-saisonal zum Abend verköstigt.
Wir gehen „stiften“- nicht nur einmal
Heute stehen die unweit gelegenen Stifte Kremsmünster (mit dem „Fischkasten“, dem wunderbaren Bibliotheksraum, dem Tassilokelch) und Lambach an der Traun (Theater, Bilderzyklus des 11. Jahrhun-derts, Bücherraum) auf der Agenda. Weitläufig und mächtig empfangen sie uns. Wir ergänzen das „Pflichtprogramm“ noch um eine kleine Kür in Gestalt der ungewöhnlich konzipierten Kirche von Stadl Paura- sie ist ein bauliches Juwel.. Nunmehr optisch gesättigt von den Kunsteindrücken freut sich der Magen abends im Hotel über seine mehrgängige Speisung und eine dazu stattfindende Weinverkostung!
Bruckners Liebling
Schon ab 9:00 verbringen wir viel Zeit in Sankt Florian- das ungewöhnliche Treppenhaus, die Orgel unserer Reise, ein Altar des Dürer-Zeitgenossen Albrecht Altdorfer, auch Gärten setzen Akzente. Besonders freut es mich, dass wir zuerst eine Begehung der „Brucknerorgel“ gewährt bekommen, bevor wir uns durch die Klostertrakte mittels einer Führung bewegen. Ein kleiner Kaffee kann uns im Stiftskeller erfrischen, aber dann geht es hurtig weiter nach Linz, denn hier wartet eine Bootstour, in deren Verzuge Sie eine Kleinigkeit an Bord einnehmen können. Die Beschreibung der Fahrt von 1 ¾ Std. Dauer laut Schiffagentur: „Das Erlebnis mit der MS Linzerin verbindet die Hafenrundfahrt mit einem Rundgang im Mural Harbour. Nach der Route die Donau stromabwärts empfängt Sie ein Guide, der Ihnen im Rahmen eines ca. 50-minütigen Rundganges die unterschiedlichen Wandgemälde und Graffiti vorstellt. Sie er-halten Hintergrundinformationen zu den jeweiligen Künstlern und hören Wissenswertes über die Entwicklung dieses Quartiers“. Retour auf dem Schiff erleben wir das Panorama der Stadt mit etlichen modernen Architekturen an der Uferzone aus der „Rückwärts-Perspektive“.
Linz kommt nun noch bei einem kleinen Streifzug zum Tragen- als Zusammenspiel von Straßen, Gassen, Plätzen und sakralen Gebäuden; besonders der schmucke „betagte“ Marktplatz gewinnt unsere Aufmerksamkeit.
Zum frühen Abendessen kehren wir auf dem Pöstlingberg im „Schlössl“ ein mit wunderbarem Blick über Linz und feiner Küche. Danach erst geht es zurück ins Hotel, in 30 Minuten sind wir „daheim“.
Wie eine Filmkulisse- eine riesige Burg und Moldaukrümmungen
Das ganz andere Erlebnis in Český Krumlov umfängt uns mit Reiz, bannender Kraft und den ganzen Tag. Nach kurzer Fahrt schon sind wir in Tschechien, ab jetzt ist die Moldau der lyrische Wegweiser. Neben dem geradezu atemberaubenden Stadtbild verblüfft uns das historische Schlosstheater, noch mit alten Requisiten versehen- wir können sogar Wind und Donner spielen! Abends finden wir uns im Hotel zum Essen zusammen und werden die Myriaden von Fotos sortieren.
Eine der schönsten Klosterbibliotheken
Sie liegt nicht vor der Haustür, ist aber jedwede Mühe wert: die prächtige, anspruchsvoll ausgestattete und riesige Bibliothek des Stiftes Admont, schon im Steirischen gelegen. Die Gärten mit den fotogenen Blicken auf die Anlage, die attraktiven Spiegelungen im Teich- sie bilden den würdigen Rahmen für dieses Großereignis. Hinwärts nehmen wir die schnelle Route über Autobahnen, retour jedoch geht es quer durch die schöne Landschaft. Ein Stündchen in dem pittoresken Steyr bereichert den Tag, bevor wir wieder unser Domizil ansteuern und hier das Abendessen einnehmen- eventuell bei passender Wetterlage in Form eines Picknicks auf der Deichkrone.
Die Zisterzienser wissen, wo es schön ist
Zwettl im Waldviertel und Kefermarkt im Mühlviertel erfordern etwas Anlauf, der allemal lohnt. Nach all´ dem Pathos und Überschwang der zuvor besuchten Bauwerke finden wir Beruhigung in den innigen Manifestationen des hohen und späten Mittelalters. Am späten Nachmittag nehmen wir eine zeitige „Bierbrotzeit“ im Schlossbrauhaus in Kefermarkt ein – nach einem kleinen Spaziergang im Schlosshof. Von hier ist es ein Stündchen zum Hotel.
Der Thron über der Donau
Sicher das Ihnen bekannteste Stift krönt diesen Tag- Melk mit aller Majestät und jedem Liebreiz entfaltet es das ganze Repertoire an Prunkräumen, Dekoration und großartigen Deckengemälden, das man sich nur vorstellen kann. Mauer hingegen mit dem Schnitzaltar ist die große Überraschung in kleinen Winkel. Retour setzen wir noch ein Ausrufezeichen! Die Burg Clam gewährt uns mit der erläuternden Begleitung des schmucken Hausherrn Einblicke in das Mittelalter und die Renaissance. Das Gläschen mit seinem Perlwein gereicht uns im Hof zum Aperitif, denn im Anschluss essen wir im ehemaligen Burggraben, mit Lagerfeuer und bei hoffentlich milder Witterung, fast wie die alten Rittersleut. Die Familie Clam entstammt einem in der Geschichte der Habsburger immer wieder bedeutenden Geschlecht. Hernach haben wir nur wenige Kilometer zum Hotel- wir müssen ja für den morgigen Rückweg packen.
Köstlichkeiten zum Schluss
Nunmehr geht es heimwärts es, aber keinesfalls ohne Genuss und Kunst: zunächst können wir bis Passau den Weg entlang der Donau wählen. In der „Drei-Flüsse-Stadt“ machen wir zum Auftakt einen Rund gang, wohnen sodann ab 12:00 dem Orgelkonzert im Dom bei, würdigen diesen architektonisch und machen eine Mittagsrast. Ein weiterer Gang schließt den Besuch in Passau ab.
Eine gute Stunde wird im weiteren Fahrtverlauf noch „drin“ sein, um im kleinen Osterhofen mit seiner ehemaligen Klosterkirche zu erleben, was die Asam-Familie vermag. Es ist sehr anschaulich zu sehen, wie sich die Leichtfüßigkeit der hiesigen Architektur und Dekoration von der zumeist gravitätischen der österreichischen Stifte unterschiedet.
Wir erreichen nach einer Pause zwischendurch ca. 19:45 Nürnberg und gegen 20:15 Erlangen
Wo die Engel purzelten, Schabernack trieben, jubilierten, musizierten und manchmal auch ernsthaft waren- Sie bereisen eine äußerst charmante Region unseres Nachbarlandes.
Ihre Reiseleitung:
Frau Katja Boampong-Brummer ist Kunsthistorikerin und Historikerin und arbeitet als freie Dozentin und wissenschaftliche Reiseleiterin. Sie versteht sich als „Grenzüberschreiterin“, die versucht, kulturelle und menschliche Gemeinsamkeiten vorzustellen, das jeweils Eigene hervorzuheben und Bezüge zu den unterschiedlichen Entwicklungen, Zeitschichten und Stilebenen herzustellen. Sie hält es mit Theodor Fontane: Wer reisen will, muss zunächst Liebe zu Land und Leuten mitbringen.
- alle Fahrten im modernen Reisebus: Zustieg in Erlangen oder Nürnberg
- 7 x Übernachtung inkl. Frühstück im familiengeführten Hotel Lettnerhof, direkt an der Donau
- anfallende Ortstaxe
- 7 x Abendessen im Hotel oder in lokalen Restaurants, davon 1 x als 5-Gang-Menü mit Weinprobe im Hotel
- alle anfallenden Eintritte lt. Programm
- Schifffahrt in Linz mit kombinierter Führung zu den ‚Murals‘ im Alten Hafen
- Reiseleitung und alle umfangreichen Führungen vor Ort durch Frau Katja Boampong-Brummer
- Einsatz des Kopfhörersystems
- Sicherungsschein gemäß § 651k BGB
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