Der zauberhafte Oman

Das Land Sindbad des Seefahrers

Der zauberhafte Oman

Das Land Sindbad des Seefahrers , der zauberhafte Oman, war dieses Mal unser Ziel.

Nach 6 Stunden Flug kamen wir in der Hauptstadt Muscat an. Die Sultan Quaboos Moschee, das Opernhaus, das Nationalmuseum und der Souk waren großartige Glanzlichter unserer Reise. Die Wadis mit ihren Dattelpalmenplantagen, die traumhafte Kulisse des Jebel Akhdar Gebirges, der „Sonnenberg“ im Grand Canyon des Oman, sowie die wunderbar restaurierten Forts und Burgen brachten uns immer wieder zum Staunen. Die Wüste, die wir mit Jeeps durchquerten, zeigte sich in magischen Farben. Wir fühlten uns bestens informiert durch unseren Guide Achmed und die hervorragende Vorbereitung durch Dr. Augustin Studienreisen. Besonderer Dank an Frau Diana Erler, die diese fantastische Reise geplant und begleitet hat.

Elisabeth Sattler

26.10.18
Im Oman angekommen, sind wir die nächsten zwei Tage in der Hauptstadt Muscat. Jetzt muss ich mich erst an die neue Zeit gewöhnen. Hier ist es drei Stunden später als bei uns, d.h. heute entsprechend früher und schneller schlafen.
Alles super gelaufen, Transfer nach Frankfurt 👍 und ein sehr angenehmer Flug✈️. Landung bei 29 Grad am Abend. Der Sommer geht hier weiter 🌞😊und morgen geht‘s richtig los.

27.10.18
Aufstehen war etwas hart heute morgen, aber wir haben einen herrlichen ersten Tag. Zuerst Fischmarkt in Maskat, dann Bummel im Souk, danach Besuch im neuen fantastischen Nationalmuseum – im Oman wird geklotzt und nicht gekleckert – ein tolles Gebäude, Besuch des Sultanspalastes und zurzeit Kaffeepause im wundervollen Al Bustan Hotel.

Wir sitzen bei herrlichen Temperaturen und vorzüglichem Essen in Muscat. Davor waren wir in einer katholischen Kirche St. Peter und Paul und wollten an einem Gottesdienst teilnehmen, leider war die Zeit nicht passend. Wir beteten gemeinsam und schmetterten zwei Strophen „Großer Gott wir loben dich“

28.10.18
Heute ging es früh los, die Abfahrt war bereits um 7:45 Uhr. Unser erstes Highlight: die Sultan Qaboos Moschee. Es ist ein prachtvoller Bau, nur edelste Materialien wurden verarbeitet. Carrara Marmor, Teakholz aus Burma, feinste Kacheln und ein Teppich aus dem Iran. Der Teppich wurde in vier Jahren von 600 Frauen geknüpft. Er wiegt 38 Tonnen. Die Moschee hat 5 Minarette, die die 5 Säulen des Islam symbolisieren. In den Raum der Frauen passen 750 Personen, der Raum der Männer fast bis zu 20.000 Personen. Die Decke aus Teakholz ist einem Palast im Landesinneren nachempfunden. Svarowski Lüster erhellen den Raum. Der größte ist fast 20m hoch und wird monatlich innen und außen geputzt. Alles hier glänzt vor Sauberkeit.

Im Anschluss waren wir noch im Informationscenter, wo wir freundlich mit Tee, Kaffee und Datteln bedient wurden. Man konnte Fragen zum Islam stellen und diese wurden auf sehr offene und freundliche Weise von Naima beantwortet.
Weiter ging‘s zum nächsten Prachtbau, dem Royal Oman Opernhaus. Sultan Qaboos lernte bei seiner Ausbildung in England die Klassik kennen und hat sich und seinem Volk ein wunderbares Opernhaus erbaut.
Im Innern dürfen nur Omanis führen und so reihte sich unser ägyptischer Guide unter die Zuhörer ein.

Weiterfahrt zur Festung Nakhl aus dem 17. Jahrhundert. Der Ursprung reicht bis in vorislamische Zeiten zurück. Danach diente die Festung als Lager für Datteln und Verwaltungssitz des Vorstehers.
In der Oase Nakhal konnten wir dann die Füße in das warme Quellwasser stellen und uns von kleinen Fischen die „Fußpflege“ machen lassen.
Auf unserer Heimfahrt ins Hotel machen wir noch einen Abstecher in der Amouage Parfümerie. Hier können wir an wertvollen Düften schnuppern. Über die Herstellung und Produktion war wenig zu erfahren.
Die Flakons sind aus Bleikristall und der Verschluss bei den Damendüften ist gold platet!! Sowohl die Herren- als auch die Damenparfüms sind sehr hochpreisig bzw. Amouage hat das teuerste Parfüm der Welt.

29.10.18
Tag 4 im Oman. Das hieß heute: auschecken und alle in Jeeps umsteigen. Am Abend vorher hatte es heftig geregnet und gewittert, so dass überall entlang der Straße die großen Wasserpfützen zu sehen waren. Die Omanis hat‘s gefreut.
Unser Guide erzählte, dass jede Menge Regenvideos von Einheimischen gepostet wurden. Entsprechend tropisch feucht war heute das Klima. Wir wußten nicht, ob wir in alle Wadis fahren konnten.
Doch, das sei hier vorweg genommen – alles ging Gott sei Dank!
Erster Stopp war im Fischerdorf Quriyat, sehr malerisch gelegen und es gibt noch einen Turm zu sehen aus portugiesischer Zeit.
Weiter gings entlang des Golfs von Oman bis zum Bimah Sinkhole. Ein tiefes Loch im Kalksteinplateau mit türkisfarbenem Wasser, wo man auch baden kann.

Danach ging’s offroad weiter durch die Berge und Richtung Wadi Dhayqah.  Auch Wadi Arbaieen und am Schluss Wadi Tiwi mit seinen Mangobäumen, Palmen und Papayas konnten wir besuchen. Letzteres war besonders schön. Üppiger Bewuchs und kleine Wasserkanäle ziehen sich durch diese Oase, es sieht paradisisch aus. Kein Wunder, dass, der Himmel mit einem Paradiesgarten verglichen wird!
Bei heftigem Regen ist es gefährlich in diesen Wadis, da das Wasser sehr schnell kommt. Im Wadi Dhayqah kam es vor einigen Jahren zur Katastrophe und mehrere Menschen ertranken. Sultan Qaboos hat den Bewohnern neue Häuser auf Kosten der Regierung an der Küste bauen lassen, aber die Bewohner möchten an ihrem angestammten Wohnort bleiben und so stehen die Häuser leer.

30.10.18
Gestern Abend fuhren wir in den Jeeps ca. 45 Min. Weiter südlich an den Strand in das Naturschutzgebiet Al Shinz. Dort gehen die großen Meeresschildkröten an Land, um ihre Eier abzulegen.
Man wird von einem Mitarbeiter der Naturschutzbehörde geführt und geht mit Taschenlampen den Weg Richtung Strand. Vor drei Jahren waren wir zwei, drei kleine Gruppen. Mittlerweile ist das zum „Geschäft“ geworden und es werden für meinen Geschmack zuviele Touristen am Abend geführt. Durch die Lichtquellen sind die kleinen, frisch geschlüpften Schildkröten irritiert und laufen nicht zum Wasser, sondern in die entgegengesetzte Richtung.
Solche „Verirrten“ sahen wir auch, haben sie den Führern gegeben oder selber mitgenommen und später kurz vor dem Wasser abgesetzt, sodass sie mit der nächsten Welle ins Meer konnten. Die weiblichen Tiere legen in eine zuvor gegrabene Kuhle, ca. 1m tief ihre Eier und nach ca. 2 Monaten schlüpfen die Jungen. Zuvor schaufelt das Muttertier wieder das Loch zu. Schwerstarbeit!!

Tag 5 im Oman: heute besuchen wir eine Dau-Werft und weitere Wadis. Bin gespannt 😊👍🌞

31.10.18
So, bin seit heute wieder in einem Hotel und somit habe ich wieder optimale W-lan Verbindung.
Gestern morgen war unser erster Stopp der Fischmarkt in Sur; er ist kleiner als der in Muscat, aber auch hier dürfen nur Omanis die Fische verkaufen.
Danach haben wir eine traditionelle Dauwerft besucht und die wunderbaren Schiffe gesehen, die sich reiche Emiratis oder Kuwaitis keisten können. Geschätzter Wert: ca. 1 Mill Euros, alles Handarbeit, von Indern, Pakistani oder Bangladeschis gebaut.
Unsere nächste Station war das Wadi Bani Khalid. Dafür hatten wir extra Badetaschen gepackt. Leider durften die Mädels nicht im Badeanzug ins Wasser. Man muss in Shorts und T-Shirt hier baden. Dafür haben einige von uns, auch ich, eine Stunde Fußpflege bei den Fischen bestellt. Herrlich!!
Ein Besuch bei einer Beduinenfamilie rundete den Tag ab, bevor wir unser Wüstencamp bezogen.
Am Abend fuhren wir Ralley und streckenweise 130!!! kmh durch die Wüste, steile Dünen hoch und auch bergab. Dann warteten wir noch den Sonnenuntergang ab, danach ging’s zurück ins Camp.

Heute fuhren wir weiter nach Nizwa. Nach einer rasanten Fahrt verlassen wir die Wüste. Zuerst mussten unsere Fahrer aber wieder Luft in die Autoreifen nachfüllen lassen, die am Tag vorher für das Fahren im Sand abgelassen wurde.
Am späten Vormittag kamen wir in Nizwa an und gingen zuerst durch den Souk. Einkaufen von Gewürzen, Datteln und Nüssen war angesagt. Danach besichtigten wir das Rundfort und wurden mit traditioneller Musik begrüßt.

Weiter ging es ins Jebel Akhdar Gebirge und zum „grünen Berg“. Seinen Namen hat er vom Wasserreichtum und weil hier wirklich mehr grün zu sehen ist. Ansonsten ist es eine faszinierende bizarre und fast unwirkliche Bergwelt. Die Berge haben keinen Bewuchs, die höchste Erhebung ist über 2000m.
Wir wandern bzw. jonglieren über die Wasserkanäle, eine ausgetüftelte Bewässerung und es gibt noch bepflanzte und bearbeitete Terrassen. Wir sehen kleine Dörfer, die aber alle ihre Straßen, Schulen und sonstige Infrastruktur haben.
Der letzte Abstecher heute führt uns noch in eine wunderbare Oase, in der eine Dattelpalmenplantage ist.

01.11.18
Tag 7 im Oman. Zum letzten Mal sind wir heute mit unseren netten Fahrern in den Jeeps unterwegs. Um 8 Uhr ist bereits die Abfahrt. Zwar sehr früh, aber von Achmed sehr gut gemacht. Unsere Gruppe war die erste in Jabreen. Hier besichtigen wir ein Wohnschloss und erfahren einiges zum Leben in damaliger Zeit.
Es gibt Räume mit wunderbar bemalten Decken, auf denen nicht nur Koranverse, sondern auch Poesie der damaligen Zeit festgehalten ist. Neben einer Bücherei gehören Wohnraum, Küche und ein Gebetsraum zum Schloss.

Nächster Stopp war am größten Lehmfort und UNESCO Weltkulturerbe Bahla. Dieses Fort kann man erst seit kurzem besuchen. Es wurde wunderbar renoviert und restauriert. Man hat die Materialien für den Bau des Forts wie zum ursprünglicher Zeitpunkt, verwendet.

Nach einem Abstecher in einer traditionellen Töpferei ging’s weiter in die Gebirgswelt, in den Grand Canyon des Oman zur höchsten Erhebung, dem Jebel Shams, dem Sonnenberg. Unsere Fahrer hatten wieder Spaß auf der kurvenreichen Strecke, die teilweise offroad war.

Zum Schluss noch Besuch in einem alten Dorf namens Misfah wo man noch Lehmbauten findet bzw. die alten Häuser wieder renoviert. Wir sehen noch einmal die ausgeklügelte Bewässerung und laufen die Wasserkanäle entlang – unser Schwebebalken – wie einige die schmale Einfassung nennen. Palmen und Bananenplantagen wachsen hier in dieser Oase üppig.
Am Schluss besuchen wir das stattlichste Lehmhaus am Platz. Es ist vierhundert Jahre alt und wir werden wieder zu Datteln und Kaffee eingeladen – omanische Gastfreundlichkeit 🇴🇲😊🇴🇲

02.11.18
Heute haben wir den traditionellen Freitagsmarkt in Nizwa besucht. Das ist in erster Linie ein Viehmarkt, wo Ziegen, Schafe und Kühe gekauft werden. Diese kommen meistens per Pickup oder Kleinlaster vom 850km südlich gelegenen Salalah. Das Feilschen und Kaufen beherrscht diesen Markt. Gleich daneben gibt es den Vogelmarkt, wo Ziervögel als Haustier für die Kinder gekauft werden oder eben Nutztiere zum Schlachten. Das ist nicht unbedingt ein schöner Anblick für europäische Gemüter. Die Tiere sitzen dicht gedrängt in Käfigen. Bei uns unmöglich. Aber wir sind hier in einem anderen Kulturkreis.
Der Markt beginnt morgens um 6 Uhr und endet gegen 10:30 Uhr, damit man noch rechtzeitig in die Moschee um 11 Uhr zum Freitagsgebet kommt.
Ein Erlebnis ist es allemal gewesen. Da haben wir auch die frühe Abfahrt um 7:30 Uhr in Kauf genommen.
Nun sind wir im letzten Hotel unserer Reise angekommen und dürfen eineinhalb Tage ausspannen, bevor wir morgen Abend zum Flughafen gefahren werden.
Fazit: tolle Reise, schönes Land, freundliche Menschen, hervorragende Organisation, Dank an Dr. Augustin Studienreisen und Frau Diana Erler. Unser großes Dankeschön geht an unseren Super-Guide Achmed. Er war simply THE BEST!!

03.11.18
Heute letzter Tag in unserem Strandhotel in Mussanah. Hier sind wir gestern um die Mittagszeit angekommen und konnten schon das wunderbar Meer genießen. Die Wassertemperatur liegt schätzungsweise bei 26 Grad. So ein Faulenzer und Ausruhetag tut. Bald geht es zum Flughafen. Aufwiedersehen Mussanah

Die Farben der Wüste sind unglaublich.

Ahmed (Reiseführer für Dr. Augustin Studienreisen)